Artikel in Holzkurier, Ausgabe 17, 25. April 2024 Text und Bild: Raphael Kerschbaumer und TimberTec
("Eine Welt ohne (SIPal)? Wäre heute undenkbar...") Das sagen die täglichen Anwender der Softwarelösung SIPal von TimberTec. Das Logistikprogramm ist bereits in über 80 Unternehmen in Skandinavien im Einsatz und es werden immer mehr. Kosteneinsparungen und Verbesserungen im gesamten Warenmanagement, einschließlich der Produktions- und Logistikplanung, überzeugen sowohl in Schweden als auch im Ausland.
JGA ist einer der zufriedensten SIPal-Anwender in Südschweden. Das Familienunternehmen wurde 1928 gegründet und befindet sich heute in der vierten Generation. JGA beschäftigt an seinen beiden Standorten insgesamt rund 150 Mitarbeiter und stellt hauptsächlich hochwertige Bauprodukte für internationale Kunden in Europa, Großbritannien und den USA her. Bei einem jährlichen Produktionsvolumen von 250.000 m3 ist der logistische Aufwand im Sägewerk entsprechend hoch. "Fast alle Unternehmen hier in der Region setzen auf SIPal. So sind wir auf die Lösung aufmerksam geworden und haben keine Sekunde gezögert, die Software hier einzuführen", sagt Magnus Ragnarsson, Produktionsleiter bei JGA.
Unentdecktes Potenzial nutzen
"Viele Sägewerke machen sich wenig oder gar keine Gedanken über ihre interne Logistik, weil sie sie nicht als etwas ansehen, das sie einfach und reibungslos optimieren und verbessern können", sagt Anders Marklund, CEO von DataPolarna, und fährt fort: "Genau hier setzen wir mit SIPal an. Die Logistik ist ein wichtiger Kostenfaktor für Sägewerke und holzverarbeitende Unternehmen, den wir um durchschnittlich 20 Prozent senken können. Das bedeutet zum Beispiel weniger Gabelstapler im täglichen Einsatz oder eine Steigerung der Produktion, ohne die Paketlogistik aufrüsten zu müssen."

Fokus auf internationalen Export: JGA produziert mehr als 250.000 m3 Schnittholz pro Jahr, wovon 70% ins Ausland exportiert werden.
Mitarbeiter sind begeistert
Die Liste der Vorteile, die SIPal seinen Nutzern bietet, ist lang. JGA hat das Programm 2018 eingeführt und heute, fast acht Jahre später, ist die Software ein fester Bestandteil der täglichen Arbeit der Mitarbeiter geworden. "Eine Welt ohne SIPal wäre undenkbar", sagt ein JGA-Mitarbeiter treffend. Timmerkuriren trifft den langjährigen Staplerfahrer, als er ein Schnittholzpaket von der Trockensortierung ins Lager transportiert. Dank SIPal weiß er nicht nur, um welches Paket es sich handelt, sondern bekommt auch einen passenden Lagerplatz zugewiesen, der nach kundenspezifischen Regeln eingestellt und definiert werden kann. "Das gesamte Firmengelände lässt sich in SIPal digital abbilden. Abhängig von den zugeordneten Merkmalen der Produkte, wie z.B. Abmessungen, Qualität oder Zielland, kann die gesamte Lagerverwaltung schnell und einfach optimiert werden. Außerdem spart der Mitarbeiter viel Zeit, weil die Suche nach Paketen oder Lagerplätzen entfällt", erklärt Marklund.

Mehr Überzeugungsarbeit ist nicht nötig: JGA-Produktionsleiter Magnus Ragnarsson (Mitte) lässt sich gemeinsam mit DataPolarna-Geschäftsführer Anders Marklund (links) und Per Durlind, Vertriebs- und Marketingleiter bei TimberTec (rechts) von SIPal überzeugen.
Lösungen ohne Satellitenkonnektivität
Vor jedem Lagerplatz wird ein RFID-Tag in den Boden eingelassen. Ergänzt wird das System durch eine Antenne, die an der Unterseite des Staplers angebracht ist, und einen Kartencomputer, der auch offline genutzt werden kann. Zusammen sorgen sie dafür, dass der Staplerfahrer jederzeit genau weiß, wo er sich befindet und wo er das Paket abstellen muss. Dadurch wird die Fehlerwahrscheinlichkeit erheblich reduziert. "Bei der Implementierung haben wir einige Tage damit verbracht, Löcher vor den einzelnen Lagerplätzen zu bohren und dort die RFID-Tags anzubringen. Einmal angebracht, halten sie ein Leben lang", beschreibt Herr Ragnarsson die geringen technischen Anforderungen des Systems. Die RFID-Lösung hat noch weitere Vorteile, wie Marklund erklärt: "Unsere Lösung funktioniert ohne GPS. In Sägewerken fahren die Lkw ständig zwischen Innen- und Außenbereichen hin und her oder bewegen sich in Trockenkammern. GPS-Verbindungen werden oft unterbrochen, aber ein RFID-Tag im Boden wird immer erkannt."
Der Einfluss geht über die Logistik hinaus
Auch die Geschäftsführung von JGA ist von dem Logistik-Tool begeistert: "Wir bekommen immer wieder gute Rückmeldungen von unseren Mitarbeitern, aber auch in der Verkaufs- und Produktionsplanung profitieren wir sehr von SIPal. Wir wissen jederzeit genau, was auf Lager ist und können so schnell und einfach den Überblick über unseren gesamten Bestand behalten. Das wirkt sich auch positiv auf die Produktionsplanung aus, die durch den Blick auf das System viel besser gesteuert und angepasst werden kann. Vor SIPal hatten wir auch jedes Jahr eine Reihe von Paketen, von denen wir einfach nicht wussten, wo sie waren. Das kann uns jetzt nicht mehr passieren", sagt Ragnarsson.
Einfaches Upgrade für bestehende Kunden
SIPal arbeitet unabhängig vom ERP-System des Kunden. "Für TimberTec-Kunden ist die Implementierung besonders einfach, da sie die neue Standardintegration zwischen TiCom und SIPal nutzen können", so Marklund. "Sie haben mit TimberTec einen einzigen Lieferanten für ERP und Logistik und können alle entstehenden Synergien optimal nutzen." TimberTec hat einen großen Kundenstamm, vor allem in Mitteleuropa. Seit der Übernahme von DataPolarna im vergangenen Herbst gehört nun auch SIPal zur TimberTec-Familie. "SIPal ist ein Must-Have für das tägliche Handling unzähliger Holzpakete. Für bestehende TiCom-Kunden bringt unser Tool eine neue Effizienzstufe, denn die vielen positiven Erfahrungen aus Skandinavien zeigen, was unsere Lösung leisten kann. Das lässt sich auch auf den Rest Europas einfach, schnell und vor allem effizient übertragen", resümiert der Branchenkenner.